Der Bogensport ist eine der wenigen Disziplinen, die von Gesunden und körperlich Behinderten gleichberechtigt zusammen ausgeübt werden kann. Es gibt über 40jährige, erfolgreiche Olympiateilnehmer und den Sport kann man bis ins Alter ausüben.

Bogenschießen bietet schnelle erste Erfolge, ist aber auch technisch anspruchvoll. Dabei ist weniger die Kraft, sondern eher die Konzentration und das Gefühl entscheidend. Bogenschießen trainiert vor allem die die Arm-, Schulter und Rückenmuskeln sowie die Konzentrationsfähigkeit.

Es gibt verschieden Varianten des Bogenschießens: Für Puristen, die auf Einfachheit und Gefühl wertlegen, ist der Langbogen (wie er schon zu Robin Hoods Zeiten verwendet wurde) das Richtige. Wettkampforientierte werden sich eher für die olympische Disziplin des Recurve interessieren. Technikbegeisterte und diejenigen, die maximale Genauigkeit suchen, werden sich dem Schießen mit dem Compoundbogen zuwenden.

Um das Bogenschießen auszuprobieren, besucht man am besten einen Bogensportverein in der Nähe des Wohnortes. Da kann man sich das Ganze erst einmal in Ruhe ansehen und Fragen stellen. Bei Interesse kann man erst einmal seine ersten Erfahrungen mit einem Vereinsbogen sammeln.

Die für das Bogenschießen relevanten Muskelgruppen sind bei den wenigsten Nicht-Bogenschützen ausreichend trainiert, daher empfiehlt es sich unbedingt, "klein anzufangen" um erst einmal die Technik des Bogenschießens sauber zu lernen. Ein zu starker Bogen führt schnell zu Verkrampfungen und einer falschen Haltung, die das Schießergebnis - und den Spaß am Bogenschießen - negativ beeinflussen.

Man sollte daher nicht den Fehler machen und sich gleich zu Beginn einen eigenen Bogen kaufen.

Anfangs stellt unser Verein für 4 Wochen das erforderliche Material zum „Schnuppern“ zur Verfügung. Innerhalb dieser Schnupperzeit kann jeder prüfen, ob diese Sportart für ihn die richtige ist. Wir bitten jedoch um Verständnis dafür, dass wir eine Erläuterung der Grundlagen und die ersten unterstützten Schießversuche nur nach vorheriger Vereinbarung mit dem Spartenleiter, s.u., durchführen.

Nach der Schnupperzeit ist ein Eintritt aus versicherungstechnischen Gründen in den TSV erforderlich. Der Aufnahmeantrag ist beim Spartenleiter erhältlich.

Die meisten Bogenhändler bieten ein Mietbogenprogramm für 6 Monate und länger. Dies hat den Vorteil, dass man erst einmal mit einem Bogen mit geringem Zuggewicht anfangen kann. Findet man Gefallen am Bogenschießen und beginnt intensiver zu trainieren, kann man dann schrittweise durch Austausch der Wurfarme das Zuggewicht steigern, ohne jedesmal einen neuen Bogen kaufen zu müssen.

Gemietet wird das technische Equipment, das heißt: Der Bogen mit Sehne und Visier. In der Mietzeit können die Wurfarme kostenlos gegen stärkere oder auch größere - je nach Trainingsfortschritt - ausgetauscht werden. Das erforderliche Material ist dagegen käuflich zu erwerben.
Hierzu gehört:
1 Satz Pfeile = 6 Stück - plus beliebige Ersatzpfeile, das Tab, der Brust- und Armschutz , der Bogenständer, die Fingerschlinge etc.
Die Kosten für den Mietbogen betragen zurzeit ca. 80,-- Euro halbjährlich. Die Kosten für das notwendige Material betragen auch ca. 80 Euro. Dieses kann aber, je nach Trainingsintensität und Fortschritt, länger benutzt werden.
Nach Ablauf der Mietzeit sollte sich der Bogenschütze für einen Bogentyp (Recurve- oder Compoundbogen) entscheiden und sich seine eigene Ausrüstung zulegen. Hier entstehen Kosten - je nach Entscheidung - zwischen 350,-- und 1.500,-- Euro.